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Standort Neckarsulm – Konzept für die Zukunft AUDI-Personalleiter H. Martin Rosik spricht vor Künzelsauer Jung-Kaufleuten |
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Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler lauschten H. Martin Rosik, dem Personalleiter von AUDI-Neckarsulm, der von Oberstudienrat Heinz Deuerbach im Namen des Freundeskreises Kaufmännische Schule Künzelsau ins Kochertal eingeladen wurde. Über die Personalleitungen der Gießerei Bochum, dann der Thyssen-Aufzüge, und schließlich das Personalmanagement bei Hoch-Tief kam H. Martin Rosik nach Neckarsulm, wo er im AUDI-Gesamtkonzern dem Topmanagement angehört. In seinem Referat erläuterte er anhand von Struktur und Strategie des Konzerns, wie an den Standorten Ingolstadt, Neckarsulm, Brüssel und Györ der AUDI-Slogan „Vorsprung durch Technik“ umgesetzt wird und wie im VW-Verbund Synergieeffekte genutzt werden, z.B. bei der Beschaffung von Standard-Produkten wie Klimaanlagen. Ziel des Konzerns bis 2015 ist es, als erfolgreichste Premiummarke 1,5 Millionen Fahrzeuge vom Band laufen zu lassen, eine Kapitalrendite von mehr als 18 Prozent zu erwirtschaften und gleichzeitig attraktivster Arbeitgeber in der Region zu sein, außerdem Imageführer für begeisterte Kunden. Für die Zukunft rüstet AUDI seine Fahrzeuge mit Elektro- und Hybridantrieb sowie Leichtmetallkonstruktionen aus, um so auch weiterhin die Herausforderungen umweltverträglicher Produkte und Produktion zu meistern. Angesichts der Auftragseinbrüche von 15 bis 50 Prozent je nach Land in der Branche sieht sich AUDI verpflichtet, wettbewerbsfähig zu bleiben und sichere Arbeitsplätze zu halten und zu schaffen. Für das Jahr 2009 solle die Stammbelegschaft gesichert und weiter qualifiziert werden, betonte Rosik, und es solle keine Abfindungsprogramme geben. Nötig würden jedoch Arbeitsflexibilisierung, z.B. durch Kurzarbeit, und Personalflexibilisierung, z.B. durch den Abbau von Leiharbeit und Zeitvertrags-Arbeit. Dabei gelte es die Produktivität zu erhöhen und verschiedene Fluktuationen geschickt zu nutzen. Einen Einstellungsstopp werde es nicht geben, vielmehr würden 200 bis 300 Externe eingestellt und zusätzlich 40 Ausbildungsplätze geschaffen. Die Schüler interessierten sich bei der Aussprache nach dem Vortrag besonders für die Mitarbeiter-Motivation bei AUDI, für Prämienzahlungen 2009 und natürlich für die Modelle der Zukunft, besonders für den A1 und den A2. H. Martin Rosik, dem Studiendirektor Raimund Scelle herzlich für sein Kommen und seinen spannenden Vortrag dankte, ist es gelungen, seinen Zuhörern mehr als einen Eindruck von seiner verantwortungsvollen Tätigkeit im Topmanagement des AUDI-Konzerns zu vermitteln, denn gerade in schwierigen Zeiten geht es bei seinen Entscheidungen um die Zukunftssicherung der Region und der Menschen, die hier leben und arbeiten. Text: Dr. Hans Hagdorn |
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