| China aus erster Hand – Lebendige Länderkunde an der Kaufmännischen Schule Künzelsau |
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Auf Einladung des Freundeskreises Kaufmännische Schule Künzelsau berichtete die Volleyballspielerin Xiaojun Yang aus ihrem Heimatland China. Mit ihrer Mannschaft wurde sie 1986 Weltmeisterin, holte 1984 in Los Angeles die Goldmedaille und 1988 in Seoul die Bronzemedaille. Hier in Deutschland führte sie erst die CJD Feuerbach zur Deutschen Meisterschaft und trainierte dann die Creglinger Bundesliga-Mannschaft. In dieser Zeit wurde sie bei ebmpapst in Mulfingen zur Industriekauffrau ausgebildet.
Solange sie noch hier im Hohenlohischen lebt, bot der Freundeskreis Schülern in der Ausbildung zu Außenhandelskaufleuten die einmalige Chance, aus erster Hand über China zu erfahren, was sie interessierte. So berichtete Frau Yang von der Größe des Landes und seinem Aufstieg zur drittgrößten Handelsnation, von dem extremen Wohlstandsgefälle zwischen den großen Städten und dem Land, wieso es jedes Jahr hunderttausende von Menschen in die Wirtschaftsmetropolen an der Ostküste zeiht, besonders nach Shanghai. Angesichts der Mühe und des Fleißes, den junge Chinesen aufbringen müssen um ihre Schrift zu erlernen, das kulturelle Band, das über alle innerchinesischen Dialekt- und Sprachgrenzen hinweg die Kommunikation in dem Riesenreich gewährleistet, sind die Schwierigkeiten der deutschen Rechtschreibung eher gering zu achten. Nach sechs Jahren Grundschule folgen in China sechs weiter Jahre, bis die Hochschulreife erreicht ist, und dabei müssen in dem immer noch sozialistischen Land die Eltern die Kosten für die Ausbildung ihrer Kinder aus eigener Kraft aufbringen. Mit der Beschränkung der Kinderzahl auf ein Kind hat die Regierung das starke Bevölkerungswachstum im Lande reduziert, allerdings zum Pries erheblicher Probleme in der Altersversorgung, die auf die chinesische Gesellschaft zukommen. Das Leben in China ist hart, denn der Gesetzgeber sieht für die Arbeitnehmer bei Fünftagewoche keinen Urlaub vor; im Belieben des Betriebes steht es, ihnen zwei oder bei langer Betriebszugehörigkeit auch mehr freie Tage im Jahr zu gewähren. Für die Chinesen in den Industriezentren ist heute das eigene Auto zum Statussymbol geworden, und dabei spielt VW eine große Rolle. VW produziert schon seit 20 Jahren im Lande und ist nun Hauptsponsor der chinesischen Fußball-Nationalmannschaft.
Nach der spannenden Stunde dankten Schulleiter Gerald Bollgönn und Oberstudienrat Heinz Deuerbach, der die Veranstaltung vermittelt hat, Frau Yang und wünschten ihr viel Erfolg für ihre Zukunft in Frankfurt. |
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Dr. Hans Hagdorn |
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