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Auf Einladung des Freundeskreises der
Kaufmännischen Schule Künzelsau hat Professor
Dr. Reinhold Würth im Alma Würth-Saal einen Vortrag gehalten. Würth,
der selbst viele Jahre Vorsitzender und
Mitbegründer
des Freundeskreises war, erläuterte an praxisnahen Beispielen wie wichtig die
Wahrnehmung der Vorbildfunktion für
Führungskräfte ist. Man könne nur von
Mitarbeitern verlangen was man selbst vorlebe.
„Das", so Würth, "gilt auch für Schulen“. Eine
intakte Schulleitung habe weniger Problem mit
den Schülern und Lehrerkollegium - und es gebe
weniger Mobbing unter den Schülern.
Auch
Arbeitseinsatz über das normale Maß hinaus darf
laut Reinhold Würth nicht selbstverständlich sein.
"Deswegen muss den
Mitarbeitern gegenüber diese Anerkennung zum
Ausdruck gebracht werden oder ein kleines,
ehrliches Dankeschön ausgesprochen werden."
Diese Ehrlichkeit und der gegenseitige Respekt
sei
ihm persönlich sehr wichtig. „Sie muss", erklärt
Würth, "aus dem Herzen kommen“. Denn der Mensch stehe
im Mittelpunkt und nicht die Rassen oder
Minderheiten. "Es kann nicht sein, dass Menschen
anderer Religion und Hautfarbe diskriminiert und
ausgestoßen werden." Respekt vor jedem Menschen
sei schließlich die Grundlage für eine funktionierende
Demokratie.
Für gute Leistung ist ein Lob immer
angebracht - das ist die Auffassung von
Schrauben-Milliardär Würth. "Aber nicht mit allgemeinen
Dankes-Floskeln die nur Enttäuschung
hervorrufen." Eine schriftliches Anerkennung
sollte nie als E-Mail abgehen, sie müsse die
persönliche Unterschrift des Dankenden tragen,
sonst verfehle sie ihren Zweck.
Seine 150 Zuhörer verstand Reinhold Würth
bestens zu
begeistern, da er immer wieder sehr konkrete
Beispiele anführte - sowohl aus dem
geschäftlichen als
auch aus dem privaten Bereich . Seine
Empfehlungen an die jungen Menschen: Sie mögen eine
Planung auf 10 Jahre machen, so wie es im Hause
Würth praktiziert wird, eigene Visionen bilden
und diese schriftlich festhalten damit es auch
überprüfbar ist. Das wurde von vielen Zuhörern mit
Kopfnicken bestätigt. Mit auf den Weg gab
Professor Reinhold Würth den Schülern und
Studenten, wenn sie in den Ferien
arbeiten, Kontakte zu den Mitarbeitern und Chefs
zu knüpfen - denn das kann später bei der
Arbeitsplatzsuche sehr dienlich sein. |