| Sprachreise auf die grüne Insel |
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Mehr als Guinness und Schafe
Normalerweise gehen junge Leute in ein warmes Land mit Sonne, Strand und mehr, um Urlaub zu machen. Irland passt in dieses Schema absolut nicht. Deshalb stellte man sich schon vor Reiseantritt auf viel Regen und Frieren ein, was man schon an unserem Riesengepäck erkennen konnte. Zwar wusste jede Teilnehmerin schon im Vorfeld, in welcher Firma sie ein Arbeitspraktikum machen würde, trotzdem war es für alle eine Reise mit Unsicherheitsfaktoren.
Am 17. Oktober flogen wir17 Mädels der Kaufmännischen Schule via Dublin nach Shannon. Von dort ging es über holperige Straßen und mit Zwischenstopps, weil plötzlich Kühe auf der Straße standen, zum Kilfinane Education Centre in der Nähe von Limerick. Dort bezogen wir unsere Zimmer und bekamen dann unser erstes irisches Essen, bei dem auf jeden Fall Kartoffeln als Beilage dabei sein musste, wie sich im Laufe der zwei Wochen zeigte. Es war wirklich eine schöne Erfahrung zu erleben, mit wie viel Gastfreundlichkeit und Herzlichkeit wir dort empfangen und betreut wurden.
Wie schon im letzten Jahr wurde die Studienfahrt - geplant und geleitet von Karin Hagdorn und Heinz Deuerbach, der in der zweiten Woche von Steffen Birkert abgelöst wurde - ermöglicht durch Mittel des Landes Baden-Württemberg und des europäischen Sozialfonds. Auch der Landkreis Limerick, der mit dem Hohenlohekreis verbunden ist, und weitere irische Partner sponserten die Fahrt, so dass der Aufenthalt mit seinen zahlreichen sportlichen und kulturellen Aktivitäten auch für den schmalen Azubi-Geldbeutel erschwinglich wurde.
Kernstück der Fahrt war ein fünftägiges Betriebspraktikum, das die Teilnehmerinnen in den verschiedensten Bereichen, vom Museumsdienst über die Arbeit in einer Stadtteilbücherei und Abteilungen des dortigen Landratsamtes bis hin zu Einzelhandelsbetrieben absolvierten. Auch die Firma Würth stellte wieder zwei Praktikumsplätze zur Verfügung. Auf sich allein gestellt in einem Unternehmen zu sein, fremde Arbeitskultur zu erleben und den ganzen Tag Englisch zu sprechen, war einerseits wirklich anstrengend, andererseits aber doch eine Erfahrung, die spannend und lehrreich zugleich war. Dazu kamen in der ersten Woche verschiedene Vorträge von Dozenten der Universität Limerick oder dem Shannon Development über wirtschaftskundliche und sozialpolitische Themen, die uns Wirtschaftsstruktur oder Sitten und Gebräuche im betrieblichen Alltag näher brachten. Trotzdem blieb noch Zeit für sportliche Tätigkeiten und Besichtigungstouren. Und abends lockten natürlich die zahlreichen Pubs in dem 900-Seelen-Dorf. Abschluss und weiterer Höhepunkt der Sprachreise bildete das letzte Wochenende in Dublin. Hier beeindruckten vor allem die Unterschiede zwischen dem Großstadtleben in einer deutschen und einer irischen Großstadt.
Auch wenn wir mit gemischten Gefühlen nach Irland gefahren waren, so blieben am Ende doch für alle unvergessliche und so eindrückliche Erinnerungen wie kaum von einem anderen Urlaub.
Miriam Matschke, Kathrin Schmidt
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