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Schon lange Tradition haben die
Sprachreisen auf die Grüne Insel bei der
Kaufmännischen Schule Künzelsau. Hat die Schule
selbst dieses Jahr ihr fünfzigjähriges Jubiläum
gefeiert, so können die Sprachreisen zum Partner
des Hohenlohekreises, dem County Limerick,
immerhin schon auf eine 15-jährige Tradition
zurückblicken.
In diesem Jahr hatten sich
insgesamt 44 Azubis zu der einwöchigen Fahrt
angemeldet, eine Rekordzahl. Deshalb fuhren auch
zwei Gruppen unter der Leitung von Heinz
Deuerbach und Karin Hagdorn in den Landkreis
Limerick. Vormittags hieß es in der Regel in
kleinen Gruppen die Schulbank zu drücken,
Wissenswertes über Land und Leute zu erfahren
und die angelsächsische Kunst des Debattierens
zu erlernen. Nachmittags ging es mit Kanufahren
und Reiten oder einer Betriebsbesichtigung
weiter. Dieses Jahr stand ein Besuch bei der
deutschen Firma Kostal in Killarney auf dem
Programm, einem Zulieferer von elektronischen
Zubehörteilen für Marken wie Audi, BMW, VW oder
Mercedes. Bewährte Anlaufstelle für alle
Aktivitäten vom Sprachkurs über
Betriebsbesichtigungen, Ausflügen zu berühmten
Sehenswürdigkeiten zum attraktiven Sportprogramm
ist das Kilfinane Education Centre am Rande des
Golden Vale. Dort trinkt man in den Pubs neben
dem obligaten Guinness gerne auch die irische
Variante unseres altbekannten „Mouschts“.
Dessen Herstellung geht nämlich auf deutsche
Auswanderer aus der Pfalz zurück, die in dieser
Gegend des Landkreises vor beinahe 200 Jahren
ihre neue Heimat fanden. Das konnten die Azubis
bei Vorträgen ebenso erfahren wie kulturelle
Unterschiede zwischen Deutschen und Iren. Eine
deutsche Apothekerin aus dem Schwarzwald trug
dazu ihre ganz persönlichen Erfahrungen nach 30
Jahren im Gastland vor. So konnte der erstaunte
Zuhörer erfahren, dass Iren offensichtlich viel
schmerzempfindlicher als Deutsche seien.
Deutsche dagegen seien viel kälteempfindlicher.
Und davon konnte sich jeder selbst ein Bild
machen: Während alle deutschen Azubis bei 14
Grad vor Kälte bibberten und nach mehr Heizung
riefen, liefen die irischen „Instructors“ und
Jugendlichen in kurzen Hosen und knappen
T-Shirts herum. Es war ja nach der Jahreszeit
Sommer!
Unser Resumé: Trotz regnerischen
Wetters und kühler Temperaturen waren unsere
beiden Aufenthalte ein voller Erfolg, denn die
typische irische Gastfreundlichkeit und ein
abwechslungsreiches, interessantes Programm sind
mehr wert als hochsommerliches Wetter. |