Geruch der Holztreppe in der Nase

Absolventen, Schüler und Lehrer der Kaufmännischen Schule feiern Jubiläum

Alte Zeiten wieder aufleben lassen, die aktuelle und künftige Ausbildungssituation in zwangloser Runde diskutieren, gemeinsam mit den ehemaligen Klassenkameraden Erinnerungen austauschen oder Lehrerinnen und Lehrer wieder sehen. Beim Jubiläum der Kaufmännischen Schule trafen Alt- und Neuabsolventen, Schüler, Lehrer und Eltern zusammen.
Vorausgegangen war am Morgen eine Informationsveranstaltung, bei der Ausbildungsbetriebe kaufmännische Berufe vorstellten und die Bildungsmöglichkeiten an der Kaufmännischen Schule
erkundet werden konnten.
"Ich kann mich noch gut an den Geruch der modrigen Holztreppe erinnern, als die Schule noch auf dem Kirchplatz war", erzählt Wolfgang Offenloch, der heute Geschäftsführer bei Schrauben Güldner ist. Bei einer Podiumsdiskussion, geleitet von Elvira Schimanski vom Südwestrundfunk werden Unterschiede und Gemeinsamkeiten der heutigen Bildung diskutiert "Das Verhältnis vor 40 Jahren war anders, klar per Sie eben", meint Offenloch, "die Zeit war geprägt von alten Tugenden. Der Respekt war schon immens. Man ist morgens zu Beginn gleich in die Schranken verwiesen worden."
Dass früher nicht alles besser war, darauf können sich Alt und Jung einigen. Der 23-jährige Michael Krzysiak besucht während seiner Ausbildung noch die Schule: "Respekt ist auch heute noch da, aber es herrscht ein eher freundschaftliches Verhältnis." Diese neue Offenheit gefällt auch den Lehrern, wie Christine Böhler berichtet ,,Das ist besser als früher, wir Lehrer finden diese Veränderung auch positiv". Doch vor lauter In-Erinnerung-schwelgen, wird die heutige Situation nicht vergessen. Hauptsächlich an der Innenausstattung, an zu wenig Platz oder schlechten sanitären Einrichtungen stören sich die Kaufmännischen Schüler. Das Einheitsgrau der in den Siebzigern erbauten Schule sagt den wenigsten zu. "Ein bisschen Farbe und dann wird das schon wieder, schließlich muss sich eine Schule auch nach außen präsentieren", meint die SWR-Moderatorin.
Nach außen präsentiert sich die Schule auch durch eine intensive Lernortkooperationen mit Firmen aus der Region. ExRektor Karl Hilt, der von 1984 bis 2000 an der Kaufmännischen Schule tätig war, ist stolz, dass seine Schule eine der ersten mit einer Juniorfirma war, die von Firmen betreut, Schülern Wege in die Selbständig zeigen konnte: "Schließlich hat Würth auch mal so angefangen." Die Schüler präsentieren sich auf Messen oder nehmen den Essensverkauf in der Pause in die Hand. "Manchmal werde ich von ehemaligen Schülern angesprochen, die die viele Zusatzarbeit früher verfluchten, heute aber umso dankbarer sind", meint Karl Hilt.
 

Ramona Wällner, Hohenloher Zeitung

       
Berufs - und Bildungsinformation für Schüler und Eltern am Vormittag

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schüler, Eltern, Lehrer, Ausbilder sowie Ehemalige Schüler und Lehrer finden sich am Nachmittag ein

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Swing, Jazz, Pop und Rock mit der BIZ-Connection, der Bigband des Bildungszentrums Niederstetten

 

 

 

 

Ex-Reckweltmeister und MdB Eberhard Ginger "fällt (an seinem Geburtstag) aus den Wolken"

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Podiumsdiskussion moderiert von Elvira Schimanski vom SWR

 

 

 

 

Carmella de Simone und Katarina Valentic präsentieren italienische Popsongs

 

 

 

 

Die Jazzdance-Gruppe des SC-Kocherstetten

 

 

 

Rope-Skipping mit den Starlight-Skippers und den "Blauen Blitzen"
 

 

Kunstradfahren in Perfektion mit den Weltmeistern Claudia Wieland und José Arellano

 

 

 

 

 

 

Gewinnspiel "Eine Reise nach Berlin", gestiftet von MdB Christian von Stetten

Bilder: Elena Bollgönn und Dr. Hans Hagdorn