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Am 13. Mai
wurde unser Kollege Ernst Zeller aus Hohebach,
für uns alle plötzlich und unfassbar, mitten aus
dem Leben gerissen. Erst seit im Foyer unserer
Kaufmännischen Schule sein Bildporträt im
Trauerflor aufgestellt ist, davor ein Gebinde
mit weißen Rosen, ist es uns richtig klar
geworden, dass er nicht ´mal kurz zu einer
Fortbildung weg ist, sondern dass er nicht mehr
wiederkehrt.
Ernst Zeller
wurde am 1. Juni 1950 in Hohebach geboren, wo er
auch aufgewachsen und ins Dorf hineingewachsen
ist. Nach dem Studium absolvierte er von 1975
bis 1977 den Vorbereitungsdienst für das Lehramt
an der Kaufmännischen Kreisberufsschule in
Heilbronn und unterrichtete anschließend an der
Gewerblichen Schule Bad Säckingen als
Handelsschulrat die Fächer
Wirtschaftswissenschaften, Wirtschaftsgeographie
und evangelische Religion. 1979 wurde er auf
Lebenszeit verbeamtet, 1980 an die Kaufmännische
Schule Künzelsau versetzt, wo er für viele
Schüler der Wirtschaftsschule und der
Berufsschule im Einzelhandel und Großhandel zum
Lehrer und freundlichen Wegweiser wurde. 1993
folgte seine Ernennung zum Studienrat, 2003 zum
Oberstudienrat. In den letzten Jahren hat Ernst
Zeller die neuen Ausbildungsberufe in der
Lagerwirtschaft an der Schule etabliert und als
Leiter dieser Berufsgruppe auch nach außen
vertreten. Jahrelang diente er der IHK Heilbronn
als Prüfer, dem Freundeskreis Kaufmännische
Schule Künzelsau e. V. im Vorstand als stets
pünktlicher und zuverlässiger Kassier. Mit
derselben entschiedenen Pflichterfüllung führte
Ernst Zeller über Jahre das Amt der
Schulbuchverwaltung aus.
In all den
Jahren war von Ernst Zeller kein unfreundliches
Wort zu vernehmen, und gar ein Streit wäre für
ihn völlig undenkbar gewesen. In unaufgeregter
Bescheidenheit hat er sich stets selbst
zurückgenommen, obwohl er doch so große Gaben
hatte: Urteilskraft in menschlichen und
politischen Dingen, den Willen und die Kraft mit
Sanftmut den Ausgleich widerstrebender
Interessen herbeizuführen, und ein Maß an
selbstverständlicher, engagierter
Hilfsbereitschaft, mit dem er sich oft, wohl zu
oft, auflud, was andere nicht leisten wollten.
Diese guten Gaben erwuchsen aus seiner
Menschlichkeit, die in seinem Glauben gründete.
Aus denselben Quellen speiste sich sein Einsatz
als Gemeinderat in Dörzbach, als Ortsvorsteher,
als Kirchengemeinderat in der evangelischen
Gemeinde in Hohebach und als Lektor der
evangelischen Landeskirche in Württemberg.
Ernst Zeller
wird uns fehlen: als Partner im Gespräch, als
freundlicher und hilfsbereiter Kollege, vielen
als Freund, den Schülern als wohlwollender
Begleiter, der für ihren Kummer immer ein Ohr
hatte, den Betrieben als kompetenter und
zuverlässiger Partner in der dualen Ausbildung.
Die ganze Schulgemeinde trauert mit der Familie.
Ernst Zeller bleibt uns unvergessen.
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