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Am 26. 11. 2007
besuchten die Wirtschaftsschüler aller W2-er
Klassen mit ihren Geschichtslehrern Frau Braun
und Herrn Kuschel das Dokumentationszentrum
Reichsparteitagsgelände in Nürnberg.
Die
Nationalsozialisten veranstalteten 1927 und 1929
die ersten Reichsparteitage in Nürnberg. Von
1933 bis 1939 bauten sie das Gelände um den
Dutzendteich für die Inszenierung ihrer
jährlichen Parteitage aus. Das Areal diente als
Ort des nationalsozialistischen Kults, der
Machtdemonstration und der Massenmobilisierung.
Architekt Albert Speer erhielt 1934 den Auftrag,
auf etwa 11 km² Fläche einen Gesamtplan für eine
Anlage mit entsprechenden Versammlungsflächen zu
entwerfen. Danach waren als zentrale Schauplätze
die Luitpoldarena, das Zeppelinfeld, das
Märzfeld und die Kongresshalle vorgesehen. Mit
Beginn des Zweiten Weltkriegs am 1. September
1939 wurden die Bauarbeiten weitgehend
eingestellt. Nirgendwo sonst in Deutschland sind
bis heute Reste der NS-Architektur in einem
solchen Umfang zu sehen. Die monumentalen
Zeugnisse der Gewaltherrschaft stehen seit 1973
unter Denkmalschutz.
Auf einem
Rundgang durch das Gelände besichtigten wir bei
eisigen Temperaturen die Baureste des
Zeppelinfeldes mit der Zeppelintribüne, von wo
aus Hitler und die anderen Machthaber der
NS-Diktatur die Aufmärsche der
Parteiorganisationen beobachteten und ihre
Parteitagsreden hielten. Die mit Granitplatten
belegte „Große Straße“ bildete das Zentrum der
Anlage. In der riesigen, dem römischen Kolosseum
nachgebauten Kongresshalle, befasst sich die
Dauerausstellung „Faszination und Gewalt“ mit
den Ursachen, den Zusammenhängen und den Folgen
der NS-Gewaltherrschaft. Jede Schülerin/jeder
Schüler informierte sich dort mit einem
Audioguide über Themen wie die Geschichte der
Reichsparteitage, die „Nürnberger Gesetze“ von
1935 und den „Nürnberger Prozess“ von 1945/46
gegen die Hauptverbrecher des NS-Regimes.
Diese
Veranstaltung bildete nach einhelliger Meinung
eine anschauliche und informative Ergänzung zum
Geschichtsunterricht, in der in den Wochen zuvor
der Nationalsozialismus Unterrichtsthema gewesen
war.
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