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Spätestens um 5 Uhr
in der Früh klingelte am Mittwoch, den 15. Juli
2009, ein Tag nach dem französischen
Nationalfeiertag (Fête nationale) bei
allen Klassenmitgliedern der Wecker. Treffpunkt
am Hessentaler Bahnhof war um 6.45 Uhr, Abfahrt
um 7.08 Uhr. Mit dem Bummelzug gondelten wir
gemütlich nach Stuttgart, wo wir schließlich in
den Train à grande vitesse umstiegen und
mit Hochgeschwindigkeit gen Paris brausten. Der
Aufenthalt im TGV erwies sich als sehr
heiter und unsere Mitreisenden hatten das
Vergnügen, sämtliche Unterhaltungsmedien ruhen
zu lassen und sich auf unser Schauspiel zu
konzentrieren.
Ankunft in Paris war
um die Mittagszeit am Gare de l’Est,
einem der sechs großen Kopfbahnhöfe von Paris.
Von dort aus machten wir unsere erste
Bekanntschaft mit dem Mysterium Métro.
Ein kompliziertes und komplexes System mit
enormer Netzdichte und etwas undurchdringlicher
Logik beschreibt das U-Bahn-Geflecht der Pariser
Hauptstadt am Besten. Aus diesem Grunde
überließen wir unseren pädagogischen
Begleiterinnen Frau Gaier sowie Frau Wabbel
gerne die Führung.
Nachdem wir unser
Gepäck im Hotel Etap (Anm. der Red.: Hotel
Absteige) untergebracht hatten, ging es schon
zur ersten Sehenswürdigkeit. Ziel war die
höchste natürliche Erhebung der Stadt, der
Butte Montmartre (Hügel Montmartre) mit der
darauf gekrönten atemberaubenden Basilique du
Sacré-Cœur. Die verbleibende Zeit bis zum
Abend nutzten wir, um die Metropole Paris mit
all seinem Facettenreichtum kennenzulernen.
Bummelspaziergänge durch verträumte und zum Teil
auch sehr vernachlässigte Gassen schenkten uns
erste Einblicke. Pünktlich zum Sonnenuntergang
traf sich die Klasse an der Pont Neuf,
der ältesten noch erhaltenen Brücke über der
Seine, um auf dem Fluss eine Bootstour mit einem
der Bateaux Mouches zu unternehmen. Nach
diesem Unterfangen fielen wir alle ziemlich
erschöpft und müde in unsere Betten bis ...
... zum nächsten
Tag, als am Vormittag ein Besuch im Musée de
Picasso anstand. Eines der bedeutsamsten
Museen von Paris im Stadtteil Marais
sprach leider nicht jeden von uns an. Weiter
ging unsere Route zum Place des Vosges,
ebenfalls im Stadtteil Marais, welcher
als einer der ältesten und schönsten Plätze von
Paris gilt. Um die Mittagszeit pilgerte die
Klasse schließlich zum Centre National d’Art
et de Culture Georges Pompidou, kurz gesagt
Centre Pompidou, welches als
staatliches Kunst- und Kulturzentrum bekannt
ist. Das sehr eigenwillig und industriell
anmutende Gebäude im postmodernen Stil besitzt
die ursprüngliche Funktion, allen Bewohnern und
Fremden, unabhängig von der
Gesellschaftsschicht, freien Zugang zu Wissen zu
garantieren. Nach diesem Besuch hatten wir den
restlichen Tag zu freien Verfügung und
verbrachten den Abend mit einem gemeinsamen
Picknick an der Seine. Beschreibungen wären
überflüssig, ausreichend Bildmaterial anbei.
Nach einer kurzen
Nacht und anfänglich etwas brummendem Kopf,
machten wir uns am Freitag auf um das wohl
bekannteste Wahrzeichen Paris zu entdecken, den
Tour Eiffel. Die 324 m hohe und 10 Tonnen
schwere Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1889
ermöglichte uns einen faszinierenden Ausblick
auf Paris. Unser folgendes Ziel auf unserem
„Stundenplan“ war der Dôme des Invalides
(Invalidendom). In der Geschichte ist er
bekannt für seine Aufnahme und Versorgung von
Kriegsversehrten, erbaut von Jules
Hardouin-Mansart im klassizistischen
Barockstil von 1679 bis 1708. Charakteristisch
für das Gebäude ist die beeindruckende
zweischalige goldene Kuppel. Weiterhin ist der
Invalidendom bekannt für das Grabmal Napoléons,
seinen Sarkophag.
Drittes
Ausflugsziel stellte das Musée Rodin dar.
Das Museum befindet sich im Palast Hôtel
Biron und beherbergt eine Vielzahl von
bedeutsamen Exponaten des Bildhauers Auguste
Rodin, wie auch seiner langjährigen
Geliebten Camille Claudel und eine
private Kunstsammlung Rodins mit Gemälden von
Vincent van Gogh. Abends stand als letzter
Programmpunkt ein Besuch im Musée du Louvre
an, welcher die Möglichkeit offenbarte, eine
Kopie von Leonardo da Vincis Mona Lisa zu
betrachten. Eindeutig zu kurz war der Besuch in
diesem Museum, viel mehr Zeit und Ruhe wären
notwendig, um die Kunst der Vergangenheit
genießen zu können.
Am letzten Tag
teilte sich die Klasse in kleine Grüppchen und
erkundete verschiedene Orte und
Sehenswürdigkeiten wie die Avenue des
Champs-Élysées [Anm. d. Red.: Tschamps…
(Frau Wabbels einzigartige Aussprache…)], den
Arc de Triomphe (Triumpfbogen) oder die
Rue de Rivoli. Nachmittags traten wir leider
– oder zum Glück – die Heimreise an, um uns
endlich mal wieder richtig auszuschlafen.
Fazit:
Paris war superschön, interessant, unglaublich
facettenreich – eine Stadt, die bestimmt einige
immer wieder gerne besuchen werden.
Herzlichen Dank
an unsere begleitenden Lehrkörper, es war
wirklich alles super organisiert und wunderbar
abgestimmt. Danke!
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