Die Ziele annehmen, sonst wird man zum Treibsand

Abschlussfeier der Kaufmännischen Berufskollegs in Künzelsau

 

„Nun gehören Sie zu dem Drittel der Bevölkerung mit Hochschulreife“, stellte Schulleiter Gerald Bollgönn fest, als er die Absolventen der Kaufmännischen Berufskollegs begrüßte, ihre Eltern, die Lehrer und den Schülersprecher Sebastian Schittenhelm. Ganz besonders grüßte er als Vertreter des Schulfreundeskreises Mario Retzbach von der Firma Stahl, der stets für die Schule bereit steht, wenn Not am Mann ist. Jeder Mensch hat etwas, sagte der Schulleiter, das ihn ganz besonders antreibt. Geld sei ja wichtig, aber sicher nicht das Wichtigste, wenn man mehr als ein paar Tage glücklich sein wolle. Wenn man ein Leben lang glücklich sein wolle, müsse man, wie der Chinese sagt, seine Arbeit lieben. Dass die Absolventen dieses Ziel, Voraussetzung für die Erhaltung des gesellschaftlichen Wohlstands, anzunehmen lernten, wünschte ihnen der Schulleiter, sonst bestehe die Gefahr, zum Treibsand zu werden. Geld sei dabei nur das Schmiermittel. Die 50 jungen Frauen und Männer, welche gerade die Prüfung zur Fachhochschulreife absolviert haben, seien auf dem richtigen Weg, sonst hätte es nicht 17 mal Lob und 4 Preise gegeben, sagte er anerkennend. Auch die Klasse des Berufskollegs zur Fachhochschulreife, die sich überaus „kommunikativ“ gezeigt hat, habe mit Bravour „die Kurve gekriegt“, dafür hätten die engagierten Lehrer und in vielen Fällen auch die Eltern gesorgt. Im Berufskolleg II, einer Schulart mit 38 Wochenstunden Unterricht, habe es dieses Jahr erstmals einen Preis gegeben: Mit einer Eins in Mathematik auf der ganzen Linie bis zur mündlichen Prüfung hat Sebastian Metzger eine ganz besondere Leistung gebracht.

Mario Retzbach fügte in seiner Glückwunschadresse hinzu, ein guter Schulabschluss erweise sich später einmal als Trumpf, wenn im Berufsleben die Karten neu gemischt würden. Wer seinen Beruf liebe, brauche sein ganzes Leben lang nicht zu arbeiten. Schließlich überreichte Studiendirektorin Inge Wagner zusammen mit den Klassenlehrerinnen Karin Hagdorn und Eva-Maria Wabbel die Zeugnisse, die Belobigungen und die Preise. Den Preis des Freundeskreises für die besten Leistungen verlieh Mario Retzbach an Robert Matthäß und Dominik Schellmann, die beide einen Durchschnitt von 1,4 im BKFH erreichten und an Sebastian Metzger mit 1,7 im BKII.

Schließlich brachte Schülersprecher Sebastian Schittenhelm den Dank der Schüler zum Ausdruck und zeigte den 40-Minuten-Film „Elite“ über die Freizeit des BKFH am Bodensee. Der Streifen war wie die Klasse: chaotisch, kreativ, und absolut liebenswert. Die Schwestern Tanja und Daniela Schmuck aus Ingelfingen umrahmten den Festakt dem würdigen Anlass entsprechend mit Gesang und Klavierbegleitung.

Bestanden haben: Andreas Schuhmacher und Lena Wolpert, beide Bieringen; Lisa Ströbel, Blaufelden; Tamara Falk und Timo Rieg, beide Braunsbach; Jens Große-Gehling und Julia Häfner (L), beide Dörzbach; Josephine Krusch, Erlenbach; Viet-Anh Do (L), Eschental; Isabell Heußer (L), Roxane Knorpp, Fabian Kozok (L), Philipp-André Kunze (L), alle vier Ingelfingen; Stefanie Stumpf und Michael Wild, beide Krautheim; Gregor Deutsch, André Gotz, Firat Polat (L) und Ebru Özcelik (L), alle vier Künzelsau; Jana Roll, Kupfer; Nathalie Belz, Patrick Geyer (L), Yen Nguyen und Ksenia Wolf (L), alle vier Kupferzell; Daniel Schmidt, Langenburg; Daniel Kraft und Sebastian Metzger (P), beide Mulfingen; Kerstin Kramer (L), Niedernhall; Ramona Schmieg (L), Oberginsbach; Alexander Hahn, Oberohrn; Marc Anger, Robert Matthäß (P), Nadine Wichmann (P) und Brigitte Wilhelm, alle vier Öhringen; Sandra Kutschenreiter, Pfedelbach; Bianca Salm, Rossach; Sebastian Schittenhelm (L), Schöntal; Amitab Agyeman, Viktoria Bauer, Manuel Hirschle (L), Kim Krämer (L), Florian Saupp (L), Philipp Schwinghammer (L) und Sinem Yorulmaz, alle sieben Schwäbisch Hall; Dominik Schellmann (P), Sindeldorf; Stephanie Härtwig und Jennifer Zengler, beide Waldenburg; Desiree Darowski; Wüstenrot; Thomas Gebert, Zweiflingen

 

Dr. Hans Hagdorn