Schuljahresabschlussfeier und Preisverleihung am 22. Juli 2005

"Im Neuen liegt der Reiz, doch zu Zeiten ist auch der Rückblick erlaubt".

Zeitgleich mit der Tour de France läuft jedes Jahr an den Schulen der Endspurt mit den Abschlussprüfungen. Längst haben sich Schüler, Eltern und Betriebe daran gewöhnt, dass sich die Leistungsbilanz am Ende eines Schuljahres an der Kaufmännischen Schule Künzelsau sehen lassen kann. So prasselten auch letzten Freitag nur so die Preise und Belobigungen. Schulleiter Gerald Bollgönn erinnerte aber mit dem Gedanken von Mahatma Gandhi daran, dass bei allem Stolz im Rückblick auf das Erreichte der eigentliche Reiz im Neuen liege und alte Ziele neuen wichen, sobald sie in der Etappe erreicht seien, im Streben liege die Genugtuung. So schwor er die jungen Leute darauf ein stets neue Ziele anzugehen. Als Vorbild nannte er Claudia Wieland, die nicht nur die Weltmeisterschaft in ihrem Fach, dem Kunstradfahren, errungen hat, sondern auch schulische Spitzenleistungen. Für gute Arbeit dankte der Schulleiter seinem Kollegium, den Ausbildungsbetrieben, der IHK Heilbronn und den guten Geistern an der Schule in Sekretariat und Haustechnik.

Dann ergriff Roland Rüdinger als Mitglied der IHK-Vollversammlung für die ausbildende Wirtschaft das Wort und forderte die jungen Leute auf sich den Herausforderungen des globalen Marktes zu stellen. Für die jeweils beste Leistung in den Berufsgruppen überreichte er Preise an: Sven Reiter, Handelshof Künzelsau (Kaufmann/-frau im Einzelhandel), Tobias Arndt, Ebm-papst Mulfingen (Fachkraft für Lagerwirtschaft), Christin Koch, Reca Norm Kupferzell; Mareen Jäger und Heike Pecho, beide Würth Künzelsau (alle Kaufman/-frau im Groß- und Außenhandel), Melanie Janot, Mustang Künzelsau (Industriekaufmann/ -frau) und an Claudia Wieland, Firma Wieland Öhringen (Kauffrau für Bürokommunikation).

Den Preis der Wirtschaftsjunioren Heilbronn-Franken für den besten Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule verlieh der Stellvertretende Vorsitzende der Regionalgruppe Hohenlohe, Ralph Feuchter, an Claudia Wieland, die einen Notendurchschnitt von 1,1 erreichte. Den Preis des Schulfreundeskreises an die besten Absolventen der beruflichen Vollzeit-Schularten überreichte Prof. Dr. Klaus Frink. Gemäß seiner Maxime Fördern durch Fordern ermunterte er die jungen Leute nicht ins allgemeine Jammern einzustimmen, das sei nämlich unser größtes Problem, der Standort Deutschland sei weitaus besser als er von vielen gemacht wird. Die Preisträger sind Tatjana Demidov aus der Wirtschaftsschule, Sandra Layer, Sascha-André Dörr, Anja Heigoldt und Swetlana Klauser aus dem Berufskolleg I und Diana Herrmann aus dem Berufskolleg zur Fachhochschulreife. Die übrigen Schulpreise verteilte das Führungstrio der Schule.

Zuvor stellte der stellvertretende Schulleiter, Kurt Herold, klar, was für eine immense Arbeit in den letzten Wochen und Monaten an der Schule geleistet wurde: 388 von den insgesamt 798 Schülern, also über 48 Prozent, haben das Schuljahr mit Prüfungen abgeschlossen. Dabei wurden ca. 1550 schriftliche Prüfungsarbeiten korrigiert und noch einmal gegenkorrigiert; das sind im Schnitt pro beteiligtem Lehrer ca. 57 Korrekturstunden.

Das Schlusswort gehörte den Schülern. Launig bilanzierten Diana Herrmann und Christiane Süpple aus dem Berufskolleg zur Fachhochschulreife, was sie im Laufe des Schuljahres erlebten. Es sei alles gar nicht so schlimm gewesen, bilanzierten sie, aber Mahatma Gandhi folgend, schon mit dem Blick nach vorne.

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Die Preisträger

 

Text: Dr. Hans Hagdorn

Bilder: Michael Rüttler