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Acht Minuten für zehn Eier – Abschlussfeier der Sommerprüfung an der Kaufmännischen Schule Künzelsau |
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Eine Premiere sei die separate Abschlussfeier für die Absolventen der Kaufmännischen Berufsschule in diesem Jahr, betonte Schulleiter Gerald Bollgönn. Dann gab er den jungen Kaufleuten einige Überlegungen mit auf ihren weiteren Weg. Acht Minuten müsse ein durchschnittlicher Arbeitnehmer heute für 10 Eier arbeiten, habe das Institut der deutschen Wirtschaft Köln errechnet. 1960 hätten ihre Vorgänger dafür noch 51 Minuten schaffen müssen. Für einen Liter Benzin seien diese Zahlen 14 zu 5 Minuten, für einen Fernseher sogar 351 zu 13 Stunden. Die Ausbildung, die sie nun mit Erfolg abgeschlossen hätten, erlaube den jungen Kaufleuten nun ihre Existenzsicherung selbst zu leisten, darüber hinaus aber auch unser aller Wohlstand. Gemäß dem chinesischen Sprichwort, wer ein Leben lang glücklich sein wolle, der solle seine Arbeit lieben, wünschte Gerald Bollgönn ihnen, dass sie immer den für sie richtigen Arbeitsplatz finden mögen. Von den 195 Absolventen in den Ausbildungsberufen Fachkraft für Lagerlogistik, Kaufmann im Groß- und Außenhandel, Kaufmann im Einzelhandel, Industriekaufmann und Kaufmann für Bürokommunikation erhielten 46 mit einem Zeugnisdurchschnitt besser als 2,5 ein Lob, 25 mit einem Durchschnitt besser als 2,0 einen Preis, einmal sogar den Zeugnisdurchschnitt von traumhaften 1,2. Zu diesem Ergebnis hätten aber auch die Ausbilder im Betrieb, die Kollegen und die Lehrer beigetragen. |
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Bei dem Begriff „Entlassfeier“, der über der Veranstaltung stand, zuckte Dr. Walter Jaeger, der Vorsitzende des Schulfreundeskreises, etwas zurück, was Studiendirektor Raimund Scelle sofort veranlasste ihn in „Abschlussfeier“ zu verändern. Er gratulierte den jungen Kaufleuten und freute sich, mit ihnen den feierlichen Abschluss begehen zu dürfen. Die Unternehmer legten größten Wert auf einen guten Berufsstart, der die Motivation fördere. Dann zitierte er Reinhold Würth, Freude sei das Wichtigste im Leben, und immerhin verbringe der Mensch den größten Teil der Lebenszeit am Arbeitsplatz. Da führe Unlust dann unweigerlich zur Frustration und ins Mittelmaß. Mit Lob und Preis hebe man sich aus dem Mittelmaß heraus, und herausheben solle man sich auch durch Engagement im sozialen Bereich. Bedenken sollten die jungen Kaufleute, dass ihr eigentlicher Arbeitgeber der Kunde sei, an dem sie sich folglich orientieren müssten, mit hohen Qualitätsstandards in der Königsdisziplin Verkaufen. |
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Den guten Wünschen schloss sich Kai Renchen von den Wirtschaftjunioren Hohenlohe-Franken e.V. an und sah in den guten Leistungen einen Beweis für gesundes Selbstvertrauen. |
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Dann erhielten die Lob- und Preisträger von den Klassenlehrern ihre Urkunden. Besonders hervorgehoben hat Gerald Bollgönn seinen ehemaligen Lehrer, Studiendirektor i. R. Jürgen Sitzenfrei, der mit 70 Jahren noch erfolgreich einige Klassen unterrichtet und sie wie seit Jahrzehnten schon zum Erfolg führt. |
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Die Veranstaltung wurde von Linda Wirth künstlerisch umrahmt. |
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Die Preisträger der Sommerprüfung der Kaufmännischen Schule Künzelsau im Schuljahr 2009/2010 |
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Die Absolventen der Sommerprüfung der Kaufmännischen Schule Künzelsau im Schuljahr 2009/2010 |
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Text: Dr. Hans Hagdorn |
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