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Gemeinsame Abiturfeier an Künzelsaus Berufsoberschulen |
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von Hans Hagdorn Während die Gewerbliche Schule mit ihrer Technischen Oberschule (TO) schon Erfahrung mit dem Abitur gesammelt hatte, war es für die Kaufmännische Schule eine echte Premiere: 18 Schülerinnen und Schüler aus der ersten Klasse der im Schuljahr 2006/2007 eingerichteten Wirtschaftsoberschule (WO) erwarben nach der mündlichen Prüfung am 23. Juni das Zeugnis der Hochschulreife. Und nun wurde gefeiert, und zwar gemeinsam mit den Abiturienten der TO. Die Künzelsauer Stadthalle war voll besetzt, denn alle waren gekommen: Die Abiturienten, ihre stolzen Eltern und Freunde, und natürlich die Lehrer. Die Klassensprecher André Frischknecht und Johannes Maisch führten mit ihren Stellvertretern Johannes Hummel und Julia Guist mit jugendlichem Charme durch das von den Schülern gestaltete und organisierte Programm. Ruth Henn, die Schulleiterin der Gewerblichen Schule begrüßte die Festgäste, besonders die 48 Abiturienten, indem sie ABITUR durchbuchstabierte: von A wie Anfang, Abschied, Aufbruch bis zu R wie Reifeprüfung. Dann befragten die Abiturienten Gerhard Hettinger, der jahrzehntelang die Geschäfte der Bürkert Werke geführt hat, und Kurt Finkenberger, den Geschäftsführer der Innovationsregion Kocher-Jagst e.V. zu den Berufsoberschulen aus Sicht der Wirtschaft. Beide betonten die besondere Leistung dieser Schulart für die Region, nämlich kreativen Köpfen auf dem zweiten Bildungsweg Türen zu öffnen und Netzwerke zu erschließen. Umwege böten oft die besten Chancen, ihr eigener Lebens- und Berufsweg mit Förderung durch Forderung sei dafür bestes Beispiel. Auch in der gegenwärtigen Krise seien die Unternehmen in der Region bemüht, ihre bewährte Belegschaft zu halten, wenn nötig durch befristete Kurzarbeit. Dass die jungen Leute nach dem Studium für die Hohenloher Unternehmen verloren gingen, sei nicht zu befürchten, denn viele kämen ja mit einem Studium zurück. In seinem Grußwort fragte Gerald Bollgönn, Schulleiter der Kaufmännischen Schule, nach dem Sinn der Aufschrift „Die Zeit eilt, teilt, heilt“ an seiner ehemaligen Schule, der sich ihm mit den Jahren auf neue Weise erschließe. Die frisch gebackenen Abiturienten seien an ihrer Schule Pioniere, Vorkämpfer, die sich nicht bei Vorgängern informieren konnten, aber auch die Lehrer hätten sich dieses Neuland erst erschließen müssen. Dafür dankte Gerald Bollgönn und meinte, sie hätten zusammen „Geschichte geschrieben“, was die Schüler – noch ganz unter dem Eindruck ihrer Klausuren – anders verstanden. Er sprach die Hoffnung aus, der eine oder andere werde den Kontakt zur Region halten und nach dem Studium zurückkommen, vielleicht als Praktikant und dann als junger Kollege an die frühere Schule. Höhepunkt des Abends war dann die feierliche Übergabe der Zeugnisse und der Preise und Belobigungen an die 28 TO- und die 18 WO-Absolventen durch Studiendirektor Wolfgang Kubat und Studiendirektorin Christine Böhler. Schließlich blickten die Abiturienten auf ihre Zeit in der Berufsoberschule zurück, in Prosa und in Knittelversen, charakterisierten sich und ihre Lehrer und dankten diesen mit ganz persönlich ausgesuchten Geschenken für ihr Engagement. Zur allgemeinen Erheiterung trugen die gesammelten Lehrersprüche bei. Kinderbilder, mit Powerpoint präsentiert, machten besonders die Eltern nachdenklich, was aus ihren Kleinen nun geworden ist. Für die musikalische Umrahmung mit gängigen Titeln, aber auch mit einer eigenen, den Abiturienten gewidmeten Komposition, sorgten an ihren Keyboards Linda Wirth und Nikolaos Broussis. Bei Häppchen, Sekt und anderen Getränken und mit guten Gesprächen hat ein langer Bildungsweg durch die Berufsbildung und das berufliche Schulwesen mit einem festlichen Abschluss sein vorläufiges Ziel erreicht. Vielen dürfte der Rat von Gerhard Hettinger noch nachklingen, dass es oft gerade die Umwege sind, die zum Ziel führen. Bestanden haben die Wirtschaftsoberschule: Julia-Andreea Guist, Bad Mergentheim; Friederike Holler und Sabine Schmidt, beide Boxberg; Andreas Edgar Göttfert (P), Creglingen; Marco Löffler (L), Hardheim; Johannes Maisch (L), Hollenbach; Ina Sening, Krautheim; Cornelia Sophie Hohensee, Silvia Kalman, Sabrina Mayer und Artur Richter, alle vier aus Künzelsau; Michael Schley, Kupferzell; Christiane Feil (L), Mainhardt; Beate Dimler (P), Niederstetten; Tobias Oppenländer (L), Öhringen; Dennis Frank (L), Rothenburg; Nadine Ehrler und Yvonne Kremsreiter, beide Schöntal-Marlach Bestanden haben die Technische Oberschule: Michael Bach und Johannes Hummel (L), beide Neuenstein; Bernd Beck (L), Marcel Junker (P) und Richard Rausch (L), alle drei aus Öhringen; Patrick Beck (P), David Engel (L) und Marvin Herkert alle drei aus Hardthausen; Matthias Blümel, Obersulm; Nikolaos Broussis und Maximilian Frank, beide Künzelsau; Alessia Degner und Oliver Simon (P), beide Schwäbisch Hall; André Frischknecht (L), Niedernhall; Lukas Gebert (P), Ingelfingen; Ulrich Hörner (L), Blaufelden; Markus Jaschik, Neuenstein-Eschelbach; Jan Köhler (L), Crailsheim; Bartosch Komar, Matthias Komar und Holger Laukhuf, alle drei aus Pfedelbach; Bernd Oberndörfer (P), Schrozberg; Sebastian Parag, Künzelsau-Belsenberg; Tanja Schikowski, Oberrot; Lukas Schmidt (P), Kupferzell; Matthias Schnepf (L), Bretzfeld-Waldbach; Adrian Seidel (L), Gaildorf; Daniel Wolpert (P), Mulfingen-Ailringen
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Bild 1: Absolventen der Wirtschaftsoberschule mit Schulleiter Gerald Bollgönn, Klassenlehrerin Christine Böhler und Prof. Dr. Frink als Vertreter des Freundeskreises
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Bild 2: Absolventen der Technischen Oberschule mit Schulleiterin Ruth Henn, stellv. Schulleiter Wolfgang Kubat, Klassenlehrer Hubert Soppa-Bäumer und Hans von Hebel als Vertreter des Freundeskreises
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