Im Basislager vor dem Achttausender –  Abschlussfeier der Kaufmännischen Berufsfachschule am 24. Juli 2010

„Willkommen auf der Baustelle“, so begrüßte Schulleiter Gerald Bollgönn Eltern, Schüler und Lehrer, die zur Abschlussfeier der Wirtschaftsschule gekommen waren, und zwar so zahlreich, dass die Aula sie kaum fassen konnte. Nach den  Ferien wird die Schule gründlich saniert und der äußere Rahmen für ein positives Arbeitsklima deutlich verbessert sein. Bis dahin aber sind es die Arbeiter, die ohne Störung durch den Schulbetrieb die Umbaumaßnahmen ausführen können.  Dann kam Gerald Bollgönn zum eigentlichen Anlass: Mit den Absolventen hat er Eines gemeinsam, nämlich das Abschlusszeugnis der Wirtschaftsschule, nur dass er es vor 38 Jahren erworben hat, und sie gerade erst dabei sind es in Empfang zu nehmen. Diesen bewährten Bildungsgang verglich er mit der Eintrittskarte zum Basislager, von dem aus es erst zur Besteigung des Mount Everest oder des K2 weiter gehen kann. Er grüßte die Elternvertreter, Frau Stahl, Frau Keilbach, Frau Makus, die Mannschaft, die im Hintergrund arbeitete, Eltern, Geschwister, Lehrer, und betonte, dass sich die Investition in diesen Bildungsgang gelohnt habe, ja, dass diese heute einfach notwendig sei, wenn man weiter zum Gipfel steigen wolle. Neugier, Mut, ein fester Wille seien dafür nötig, so wie Paul Mahr es mit seiner schönen Geschichte vom Sams und der Wunschmaschine gezeigt habe. Dass es wirklich geht, wenn man es fest will, hätten die Schülerinnen und Schüler gezeigt, die es nun ins Basislager geschafft haben, 24 von den 59 mit einem Lob, 2 mit einem Preis. Dann reflektierte Gerald Bollgönn über die Schulzeit, deren Wert man meist erst später erkenne, und bekannte, dass für ihn persönlich die Zeit in der Wirtschaftsschule die prägende Zeit gewesen sei, die Basis für die späteren Jahrzehnte. Zur neuen Freiheit, nach Erfüllung der Schulpflicht nun seine Zeit selbst zu gestalten, gehöre die Verantwortung, für einen selbst und für die Gesellschaft. Dafür brauche es den festen Willen, denn „selbst ein Schwein lernt Violine, wenn es nur nicht locker lässt“, um im Bild vom Sams zu bleiben. Schließlich warb Gerald Bollgönn noch für den Schul-Freundeskreis, über den man Treue und Verbundenheit zu seiner Schule halten kann.

Abteilungsleiterin Inge Wagner verteilte dann mit den Klassenlehrern die Zeugnisse und die Urkunden, für die Klasse WIIa auch die Klassenzeitung, die sie zusammen mit ihrer Deutschlehrerein Anne Braun zusammengestellt hatten. Linda Wirth umrahmte die Feier wieder festlich mit ihren Songs und Gitarrenklängen.

Die Klasse W2A
Die Klasse W2B
Die Klasse W2C
Die Preisträgerinnen Nicole Frank und Nicole Keilbach
Die Absolventen 2010
Die Absolventen sind im Einzelnen: Mariya Pavlykivska, Ailringen; Marlene Weidenfelder, Berlichingen; Manuel Firus, Bretzfeld; Rasim Ferdinand Dubberke, Cappel; Eva Maria Beck und Magdalena Lebsack (L), beide Crispenhofen; Waldemar Petuhov (L), Dörzbach; Pierre Lösener, Ernsbach; Samita Attique und Jana Kähler, beide Forchtenberg; Rafael Klohe, Gommersdorf; Nicole Frank (P), Hermuthausen; Sammy-Jo Dermann (L) und Marco Michael Koffler, beide Ingelfingen; Dennis Kuhfeld (L), Jagsthausen; Tim Vogt (L), Krautheim; Darja Bazenova, Anton Becker (L), Kai Braun, Dennis Bürkert, Branislav Cvijanovic, Branka Cvijanovic (L), Eduard Jeckel, Georgios Karpouchtsis, Alexej Karschenko, Maria Lichtenberg, Eleftherios Mavridis (L), Andreas Quindt (L), Tamara Schlund (L), Kathrin Schneider, Jasmin Stahl (L), Athanasios Tassioudis (L), Laura Terkowski, Robert Weiß (L) und Juliane Welk, alle Künzelsau; Sabrina Vanessa Häckel, Sonja Klein (L), Elena Makus (L), Tolga Met (L), Irene Rejnik (L) und To Oanh Tran (L), alle sechs Kupferzell; Beatrice Röger, Langensall; Anna Moor, Mulfingen; Steve Marcel Denner, Tuba Durmus und Alexander Frank, alle drei Neuenstein; Nadine Braunbeck und Alex Wolf, beide Niedernhall; Franziska Bork (L), Oberginsbach; Nicole Keilbach (P), Oberkessach; Nicole Borkowy (L) und Pamela Rau (L), beide Pfedelbach; Patricia Mütsch (L), Sindeldorf; Robert Hartmann, Sindringen; Samuel Dittel, Untereppach; Xenia Angelika Hoffmann (L) und Oliver Seifert, beide Waldenburg; Thien Khiem Do und Eda Yaluc, beide Weißbach

Text: Dr. Hans Hagdorn