Der jüdische Friedhof von Hohebach

Der jüdische Friedhof von Hohebach wurde 1852 eingerichtet.

Zwischen 1852 und 1940 wurden 300 Gräber angelegt.

Der Eingang zum Friedhof

Der älteste Grabstein aus dem Jahr 1852. Hier ist die Tochter des Mannes bestattet, der das Grundstück des Friedhofs für die jüdische Gemeinde erworben hat.

Die Grabstätte des Schullehrers Dangel aus Dörzbach.

Wenn ein Jude ein Grab besucht, legt er einen Stein auf den Grabstein zur Erinnerung an die Zeit, in der das Volk Israel in der Wüste lebte.

Ein Widderhorn (Schofar) zeigt an, dass der hier Bestattete an den hohen Festtagen in der Synagoge den Schofar geblasen hat.

Das Messer in Verbindung mit zwei Bechern besagt, dass hier ein "Beschneider" begraben liegt. Die Beschneidung bei männlichen Juden entspricht in ihrer Bedeutung der Taufe bei den Christen. Ein jüdischer Knabe wird in der Regel am 8. Tag nach seiner Geburt beschnitten.

Die segnenden Hände weisen darauf hin, das der hier Bestattete Nachkomme eines Priesters (Kohen) ist.

Teo Kahn starb mit 9 Jahren, weil der Lehrer ihm einen Schlag auf den Hinterkopf gab, als er unaufmerksam war. Dabei stieß er sich die Tintenfeder ins Auge. An den Folgen dieser Verletzung starb er einige Tage später.

Die letzte Bestattung auf dem Hohebacher Friedhof fand im Januar 1940 statt, es war die in Dörzbach verstorbene Julie Stern.

Zur Erinnerung an die Deportation der letzten 6 Hohebacher Juden und ihren Tod in den Konzentrationslagern errichtete die Gemeinde Hohebach am 30. Juni 2002 einen Gedenkstein.

Blick vom jüdischen Friedhof auf Hohebach.