|
Volles Haus am Beruflichen
Schulzentrum. Georg Staub, Gedächtnistrainer der
europäischen Spitzenklasse, ausgezeichnet mit
dem Trainer des Jahres 2003, übte morgens mit
Schülern des Berufsschulzentrums Techniken des
Gedächtnistrainings. Ausbilder, Eltern, Lehrer
der Schule erlebten am Abend, dass Lernen zwar
anstrengt aber doch mit großem Vergnügen
verbunden sein kann. Spannende und unterhaltsame
Übungen führten die Zuhörer in die Grundlagen
der Mnemotechnik ein, die beim Lernen Logik und
Gefühl miteinander verknüpft. An anschaulichen
Beispielen lernen die Schüler, wie Spickzettel
effektiv organisiert werden, wie man sich am
besten Zahlen und Begriffe leicht merken kann,
Grundlage für das Lernen einer Fremdsprache.
Fakten werden schnell griffig. Staub, ein
eloquenter Unterhaltungskünstler mit Schweizer
Charme, führte in Lerntechniken ein und jeder
konnte seinen eigenen Erfolg schnell messbar
überprüfen. In lockerer Atmosphäre fällt das
Lernen leicht,
Fasziniert stellten die Zuhörer fest, dass
selbst schwierige Wörter und Zahlen mit 20
Stellen und Abstraktes dann leicht beherrscht
werden können, wenn diese in einprägsame
Geschichten verpackt werden. Je verrückter und
emotional beladen die Geschichten, desto besser
können sie gemerkt, die Inhalte vom Kurzzeit- in
das Langzeitgedächtnis umgeparkt werden. Selbst
das Personen- und Namensgedächtnis lässt sich
auf diese Weise leicht schulen.
Faszinierend, wie schnell die Methode bei allen
Beteiligten ankommt, wie flott sie sich die
langen Zahlen- und Buchstabenreihen im Chor
reproduzieren lassen, wenn auch der eine oder
andere Mitarbeit nur durch Lippenbewegungen
simulierte. Innerhalb weniger Minuten werden mit
Leichtigkeit alle europäischen Staaten in der
Reihenfolge auf der Landkarte gemeinsam
aufgezählt, die letzten zehn amerikanischen
Präsidenten in der historischen Reihenfolge
abgerufen. Partnerübungen lockern die Anwesenden
auf, die Veranstaltung ist unterhaltsam und
lehrreich.
Wichtige Botschaft ist, dass die Schüler sich
klar definierte Ziele setzen, die sie auch
erreichen könne, nicht zu hoch geschraubt, nicht
zu niederschwellig. Nicht erreichte Ziele
erzeugen Frust, erreichte Ziele aber Motivation
und diese wiederum eine positive Lernhaltung.
Sie sind der Schlüssel zum Erfolg.
Kurt Herold |