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Zwei Monate praktizierten
und arbeiteten sechs tschechische Studentinnen
und Studenten von einer Prager Akademie für
bilinguale Betriebswirtschaftslehre in Firmen
des Hohenlohekreises. Eine Tagesexkursion
vertiefte die Eindrücke, die sie von Kultur und
Geschichte des deutschen Südwestens schon zuvor
in einem Vortrag erhalten hatten. Auf der
kleinen Tour de Hohenlohe über Schöntal,
Jagsthausen nach Öhringen mit Studiendirektor
Kurt Herold und Dr. Hans Hagdorn staunten sie
nicht schlecht, wie sich bis heute
Konfessionsgrenzen und politische Grenzen aus
dem alten Reich bemerkbar machen. Auch die
regionalen Dialekte, mit denen sie sich an ihrem
Arbeitsplatz schon auseinandersetzten mussten,
sind für Menschen aus einem zentral regierten
Land mit einer eher einheitlich normierten
Sprache fremdartig, aber doch spannend. Und so
bekannten sie freimütig, dass ihnen schon nach
wenigen Tagen "net" und "hasch" und "weisch"
ganz geläufig über die Zunge ging. Zuvor hatten
Sie schon Schwäbisch Hall, wo sie in Räumen des
Goethe-Instituts wohnen, erkundet und
historische und moderne Strukturen der
Reichsstadt kennen gelernt. Später erkundeten
sie auch noch Rothenburg ob der Tauber. Das über
Tandem Regensburg organisierte und über den
Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds geförderte
Projekt, das nun seit 1997 schon zum neunten Mal
von der Kaufmännischen Schule Künzelsau
koordiniert wird, hat sich hervorragend bewährt,
denn die begabten und strebsamen jungen Leute
stehen nach Abschluss ihrer Ausbildung als hoch
qualifizierte zweisprachige Mitarbeiter für den
Stellenmarkt bereit. Den Firmen Berner
Künzelsau), Bürkert (Ingelfingen), Hornschuch
(Weißbach), Stahl (Waldenburg) und Würth
(Künzelsau) ist zu danken, dass sie für die
jungen Tschechen Praktikumsplätze zur Verfügung
stellen. |