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Die Schulleitung unserer Prager Partnerschule -
eine Höheren Wirtschaftsakademie, die
vergleichbar ist mit einer Berufsakademie -
begleitete sieben erwartungsvolle Studenten, um
mit der Schulleitung der Kaufmännischen Schule
Künzelsau Gespräche über die Organisation des
Praktikums zu führen. Sie wollte die Betriebe
kennen lernen, die bereit sind, Praktikanten
aufzunehmen. Der Schulleiter, Herr Vích, wies
ein Mal mehr darauf hin, wie wichtig für die
Schule und die Studenten diese Möglichkeit ist,
in Hohenlohe ein Praktikum abzulegen. Die
Studenten kommen viel selbständiger, mit einem
veränderten Deutschlandbild nach Prag zurück, um
ihre Studien mit größerer Ernsthaftigkeit weiter
zu betreiben. Die Ausbildung an dieser Schule
erfolgt in einem dualen System von Praktikum und
Theorie.
Nach einer Seminarwoche, die der Einführung der
Praktikanten in die neue, bisher ungewohnte
Situation dient, durchlaufen die Studenten
verschiedene Abteilungen der Unternehmungen und
erhalten so einen Überblick in die betrieblichen
Prozesse.
Die Einführungswoche gewöhnt die Studenten, die
im Wohnheim des Goethe-Instituts in Schwäbisch
Hall wohnen, an die neue, unbekannte Umgebung.
Kurze Betriebsbesichtigungen in den
Praktikumsbetrieben werden ergänzt durch ein
Sprachanimationsprogramm in Schwäbisch Hall. Die
Kaufmännische Schule in Schwäbisch Hall stellte
bereitwillig die Räume zur Verfügung. Die
Studenten gewöhnen sich so schnell an die neue,
ungewohnte Situation und erhalten auf diese
Weise die Unterstützung, die zur Bewältigung des
Alltags in der fremden Umgebung notwendig ist.
Das Projekt wird finanziell unterstützt durch
Tandem, dem Koordinierungszentrum für
Deutsch-Tschechischen Jugendaustausch.
Beeindruckt sind die Studenten schon zu Beginn
von der Arbeitsintensität, dem hohen
Organisationsgrad in den Unternehmungen, aber
auch von der Freundlichkeit,
Hilfsbereitschaft und Lockerheit der
Mitarbeiter.
In der Prager Schule wird bilingual
unterrichtet, die Studenten kommen alle mit
guten Deutschkenntnissen und freuen sich auf
Kontakte in den Betrieben. Neben der Fa.
Rosenberg GmbH war diesmal die JAKO AG bereit,
neu in das Praktikantenprogramm einzusteigen.
Die Firmen Adolf Würth GmbH& Co. KG, die
ebmpapst, die Fa. Stahl AG und die
Bausparkasse
Schwäbisch Hall AG sind schon seit Jahren
routinierte und engagierte Partner der Schule,
ohne welche dieser fruchtbare Austausch nicht
denkbar wäre.
Die ersten Erfahrungen sammelten die Studenten
während der Einführungswoche.
Betriebsbesichtigungen, Sprachanimationsprogramm
und eine Kurzeinführung in den
gewöhnungsbedürftigen Hohenloher Dialekt,
verbunden mit einem Kurztrip in das Hohenloher
Land mit einem Besenbesuch, rundeten die
Einführung in der zweiten Woche ab. Mit
„Mahlzeit“ grüßen Sie zur Mittagspause, „weisch“,
„kannsch“, willsch“, „derfsch“, „gell, do
glotsch“ gehören neben vielen anderen Begriffen
schon zu ihrem Sprachrepertoire, das sich jeden
Tag um einige Begriffe erweitert.
Bisher fühlen sie sich alle wohl und werden von
den Unternehmungen engagiert betreut. Während
des Aufenthaltes findet ein abwechslungsreiches
Beiprogramm statt, das von der Schule und den
Unternehmungen organisiert wird.
Kurt Herold
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