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Wie die „Just-in-time“ oder „Just-in-sequenze“
–Produktion im Detail funktioniert, durften
Schüler der Kaufmännischen Schule Künzelsau in
Hambach (Frankreich) beobachten. 15 km nach der
deutsch-französischen Grenze arbeiten im
gesamten Logistikzentrum in smartville ca. 2600
Personen, davon mehr als 900 bei smart France
SAS. Die Größe des Geländes beträgt 68 ha wovon
145.000 m² bebaut sind. Das Werk, welches aus 22
Gebäuden besteht, ist eines der modernsten
Standorte der Automobilproduktion weltweit. Alle
acht Zulieferer-Firmen wie z.B. Bosch, Siemens
VDO oder Dynamit Nobel sind direkt bei smart
„angedockt“. In unmittelbarer Nähe zum
Produktionsgelände haben diese Firmen ihre Lager
errichtet. Zudem hat smartville eine eigene
biologische Kläranlage und ein
Wärmerückgewinnungssystem um die Umwelt so
wenig wie möglich zu belasten.
Überrascht waren die Schüler aus
Hohenlohe, dass die Bezahlung der gelieferten
Reifen, Batterien, Polstergarnituren,
Kabelbäumen erst einige Wochen nach dem Einbau
erfolgt.Dass auf den Fertigungsbändern jedes
Auto kundenindividuell und damit auftragsbezogen
gefertigt wird, erfordert eine logistisch exakte
Fertigungsplanung. Freie Kapazitäten sind im
Moment noch vorhanden, dies zeigt die
augenblickliche Fertigung von circa 500
Fahrzeugen pro Tag, gut 100 mehr wären auf den
vorhandenen Anlagen auch möglich. Auch über den
niedrigen Bruttoverdienst von ca. 1500 € pro
Monat war man überrascht, ebenso, dass die
Prämienzahlungen an die Mitarbeiter fast
steuerfrei sind. Ein weiterer Unterschied zu
unserem Sozialsystem besteht darin, dass in
Frankreich die Arbeitgeber weit höhere
Sozialbeiträge zu entrichten haben als die
Arbeitnehmer. |