Zwei Klassen besuchten Smart und das Europaparlament

Künzelsau 28.06.2010 6 Uhr morgens: die Schüler zweier Industrieklassen der Kaufmännischen Schule Künzelsau machen sich noch etwas verschlafen auf den Weg, um für zwei Tage Frankreich und Luxemburg zu besuchen.

Der Weg führte direkt nach Hambach (Frankreich) zu Smart France SAS, wo die Schüler beobachten, wie die „Just in time“ oder „Just in Sequence“ –Produktion im Detail funktioniert. Acht Zuliefererfirmen wie Magna, Siemens VDO, Bosch oder Dynamit Nobel sind direkt an die Produktionslinien angedockt und damit direkt in die Wertschöpfungskette integriert, außerdem konnte die Funktionsweise das Kanbansystems bei der Belieferung von Kleinteilen beobachtet werden. Bei der Werksführung erfuhren die Schüler unter anderem, dass das Werk eines der modernsten Standorte der Automobilproduktion weltweit ist.

Beeindruckend war, dass das Auto von Montagebeginn an bis zum Fertigstellen des kompletten Fahrzeuges das Fertigungsband nicht verlässt.

Danach ging die Fahrt weiter nach Luxemburg, wo nach einer Stadtrundfahrt auch noch die Altstadt zu Fuß erkundet wurde. Ein besonderes Merkmal dieser Stadt sind die 93 Brücken und die 17km langen Kasematten, das sind unterirdische Galerien, die zur Festung Luxemburgs gehörten. Die Befestigungsgänge waren auf verschiedenen Ebenen angelegt und reichten bis zu 40 Meter in die Tiefe hinab. Angesichts dieser Festungswerke erhielt Luxemburg den Beinamen „Gibraltar des Nordens“.

Ein weiterer Programmpunkt war das Europaparlament in Luxemburg. Manch einer wundert sich vielleicht, warum man dazu nach Luxemburg fährt, wenn das Europaparlament doch in Brüssel ist. Die Teilnehmer erfuhren jedoch, dass die Verwaltung des Europäischen Parlaments ihren Sitz in Luxemburg hat. Beim Besuch des historischen Gebäudes, welches heute nur noch zu kleinen Sitzungen genutzt wird, lernten die Schüler, dass 1957 sechs Länder (Frankreich, Brüssel, Luxemburg, Deutschland, Italien und Niederlande) in Rom einen Vertrag unterzeichneten , der den Eckstein zum gemeinsamen Projekt der europäischen Einigung bildete. Am 1.Januar 2007 zählte die Europäische Union 27 Mitgliedsstaaten.

Nach dem zweistündigen Besuch in diesem imposanten Gebäude ging es wieder Richtung Heimat. Für alle Teilnehmer war es ein interessantes und informatives Erlebnis.

Sabrina Walz, Eva Dörr

Die Gruppe im Foyer von Smart France.