Einblick in die Schwergutlogistik für unsere Lagerklassen

von | 15. Juli 2026

Das Objekt ist 49,6 Meter lang, 6 Meter breit und 10 Meter hoch. Es wiegt sage und schreibe 330 Tonnen. Es kann weder fliegen noch in seichten Gewässern schwimmen und muss von A nach B transportiert werden. Gemeint ist das U-Boot U 17, das seinen letzten Weg ins Technikmuseum Sinsheim sucht und dank der Spedition Kübler vor zwei Jahren auch findet. Wie werden solche spektakulären Schwertransporte realisiert?

Dies wollten die Lagerklassen 1LO1, 1LA2 und 2LO1 gemeinsam mit ihren Lehrern Wieland Zander und Ulrich Lauer herausfinden. Am 13. Juli besichtigte die Gruppe die Firmenzentrale der Spedition Kübler in Michelfeld. Wir wurden freundlich von der Personalleiterin Mandy Rössler empfangen und durften uns mit Getränken im Besprechungsraum erfrischen, bevor der interessante Einblick in das Familienunternehmen begann. Die Klassen erfuhren in der Firmenpräsentation, was „trimodale Schwerlogistik“ bedeutet, wie viele Tonnen im Jahr wohin transportiert werden, wie viele Tonnen die Kräne in den Niederlassungen aushalten und welche Objekte auf den Spezial-Lkws landen (Straßenbahnen, Flugzeuge, eigentlich alles). Abgerundet wurden die vielen Superlative in der Präsentation durch ein Quiz, bei dem sich die Schüler im Schätzen gegenseitig messen konnten. Und zu gewinnen gab es auch etwas.

Die Betriebsbesichtigung wurde anschließend nach draußen verlagert. Wir bestaunten die riesigen Hallen, gingen an Lkws für Schwertransporte vorbei und durften anschließend der Beladung eines Spezialwerkzeuges für einen Automobilhersteller beiwohnen. Dabei wurde ein Lkw mithilfe eines Krans beladen. Und für die Lageristen war es sicherlich eine gute Wiederholung zu sehen, wie solche Schwergewichte auch fachkundig transportsicher gemacht werden. Vieles im Transport dauere hier einfach länger, weil es besonders gründlich gemacht werden müsse, erfuhren wir später. Millimeterarbeit eben. Schließlich ist die zu transportierende Ware ja auch deutlich teurer als bei „normalen“ Speditionen und müsse mit der entsprechenden Vorsicht behandelt werden.

Nach dem Gruppenfoto verabschiedeten wir uns. Wir wollten noch gemeinsam in einem Restaurant zu Mittag essen. Für die Lageristen hat der Ausflug eine willkommene Abwechslung geboten, ist in ihrem Betrieb der Warentransport doch selten ebenso spektakulär. Und für die betreuenden Lehrer bedeutete der Ausflug eine schöne Erweiterung ihres (schultheoretischen) Horizonts.