SWR klärt über den Vorteil professionellen Journalismus‘ auf

von | 6. Dezember 2022

In Zeiten von Social Media mag der Beruf des Journalisten auf den ersten Blick merkwürdig erscheinen, bekommt man jegliche Nachrichten doch per Twitter, Instagram & Co. direkt und ohne Umwege auf sein Smartphone gesendet. Und das auch noch in Echtzeit. Der gelernte Journalist, der mühsam die Themen recherchiert und erst mit einiger Zeit Verzögerung seine Informationen mit uns teilt, wirkt in unserer schnellen Zeit wie ein notorischer Zuspätkommer.

Doch die Tatsache, dass jeder mit Internetzugang (und das dürften wohl ziemlich viele sein) „News“ in die Welt hinausposaunen kann, wirft gleichzeitig Fragen auf: Was ist eigentlich wichtig? Und welche Nachrichten stimmen überhaupt?

Richtige Journalisten kennt man zumeist nur aus den Nachrichten, wenn überhaupt. Um einen kritischen Umgang mit Medien(inhalten) zu schulen, stellten sich deshalb Sabrina Fritz und Laura Schindler vom SWR den Fragen der Klassen W2BM1 (Kaufleute für Büromanagement) und W2KI2 (Industriekaufleute). Ulrich Lauer, der in diesen Klassen Gemeinschaftskunde unterrichtet, hatte beide Journalistinnen in die Kaufmännische Schule Künzelsau eingeladen.

Sabrina Fritz und Laura Schindler boten den Schüler*innen ein offenes Programm an. In der jeweils 90 Minuten andauernden Veranstaltung erklärten sie die Arbeitsweise des SWR und stellten sich den kritischen Fragen der Schüler*innen. In einem anschließenden Mini-Workshop konnten die Klassen mit dem SWR Fakefinder Falschmeldungen ausfindig machen. Da sich der öffentlich-rechtliche Rundfunk durch Gebühren finanziert, war es den Journalistinnen wichtig zu erklären, welche Vorteile dieses Modell bietet – kein leichtes Unterfangen, da einige Schüler*innen angaben, die Angebote von ARD, ZDF & Co. doch gar nicht zu nutzen.

Wichtiges und Unwichtiges, Wahres und Falsches unterscheiden zu können, ist heute schwieriger denn je und betont die Notwendigkeit, sich kritisch mit Medieninhalten auseinanderzusetzen. Professionelle Journalisten können dabei helfen. Der Besuch von Sabrina Fritz und Laura Schindler hat dies deutlich gemacht.

Autor: Ulrich Lauer